Reisebericht Gardasee

Sonntag, 29.05.2015
Überpünktlich um 07:55 Uhr begann unsere Fahrt mit dem Reisebus der Firma Fromm an der „Steinernen Brücke“ in Ulm. Nach der Begrüßung durch Angelika und unseren Busfahrer Alfred ging es auf die A7 in Richtung Süden. Über den Fernpass und die Inntal-Autobahn A12 erreichten wir um 10:45 die „Rosenberger Raststätte Pettnau“ wo wir unsere erste Pause machten. Um 11:15 ging es dann weiter über Innsbruck auf die Brenner-Autobahn A13. Schon auf der Anfahrt zum Brennerpass fing es an zu regnen. Auf der Gegenfahrbahn hatte sich vor der Brenner Mautstelle von Süden her ein riesiger Stau gebildet, der bis hinunter nach Bozen reichte. Um 13:00 Uhr war dann der 2. Stopp an einer Raststätte kurz nach Bozen. Auf der Weiterfahrt setzten dann heftige Regenfälle ein, die uns bis nach Trient begleiteten. Bei der Ankunft an unserem Hotel in Riva um 15:00 Uhr war es jedoch trocken und so konnten wir trockenen Fußes einchecken.
Montag, 30.05.2016
Am Montag um 09:00 Uhr begrüßte uns unsere örtliche Reiseleiterin Sandrine in der Hotelhalle mit einem freundlichen und lauten „Buon giorno“. Bewaffnet mit Regenschirmen (es regnete leicht) machten wir uns auf den Weg zur Stadtführung in Riva del Garda. Auf dem Weg in die Altstadt erreichten wir auf halbem Weg die Barock-Kirche „Chiesa de Santa Maria Inviolata“. Diese Kirche stammt aus dem 17. Jahrhundert und gilt als die schönste BarockKirche des Trentino. Sandrine machte uns im Innern der Kirche mit der Gegenreformation vertraut und erläuterte ausführlich die Gemälde. Über viele verwinkelte Seitengassen mit interessanten Durchblicken erreichten wir dann das Seeufer mit dem Elektrizitätswerk und der Wasserburg „La Rocca“. Um 12.00 war dann die Stadtführung beendet und der restliche Tag stand zur freien Verfügung.
Dienstag, 31.05.2016
Der ganze Dienstag war zur freien Verfügung und die Reiseteilnehmer verbrachten den Tag mit selbstorganisierten Wanderungen, einer Schifffahrt auf dem Gardasee oder im Wellnessbereich des Hotels.
Mittwoch, 01.06.2016
Heute war eine Rundfahrt um den ganzen Gardasee im Programm. Unsere Reiseleiterin Sandrine nahm uns mit auf eine rund 150 km lange sehr interessante Busreise. Um 09:00 Uhr ging es los. Bei Torbole überquerten wir den Hauptzufluss des Gardasees, den Sarco. Über Malcesine mit seiner imposanten Scaligerburg, Garda, dem Ort des italienischen VIP-Publikums und dem Weinort Bardolino erreichten wir um 10:30 Uhr Lazise. Während der Fahrt machte uns Sandrine mit den kulturellen, touristischen und wirtschaftlichen Gegebenheiten unserer Fahrtstrecke vertraut. In Lazise machten wir unseren ersten Stopp. Bis 12:00 konnte jeder auf eigene Faust die Altstadt besichtigen. Da gerade Markttag war, herrschte ein reges Treiben und die Zeit verging wie im Flug. Die Weiterfahrt ging nun über Peschiera del Garda (hier befindet sich der Haupt-Ausfluss des Gardasees, der Minco) auf die Halbinsel Sirmione. Hier machten wir dann um 12:45 Uhr unseren 2. Stopp. Nach einer kurzen Führung und Informationen durch unsere Reiseleiterin konnten wir dann bis 15 Uhr wieder auf eigene Faust die
Sehenswürdigkeiten der Halbinsel mit der imposanten Burg der Scaligeri besichtigen. Um 15:00 Uhr ging es dann pünktlich weiter über Salo, Gardone, Maderno, Gargnano nach Limone, das wir um 16:50 Uhr erreichten. Bis 18:00 Uhr hatten wir dann Gelegenheit die wunderschöne, eng zwischen Berg und See gebaute Altstadt zu besichtigen. Auf der Weiterfahrt nach Riva del Garda mussten wir dann in einem sehr engen alten Tunnel noch einige Schrecksekunden überstehen, als uns mitten im Tunnel ein zweiter Bus entgegen kam und für beide Busse gleichzeitig kein Durchkommen war, weil der Tunnel dafür einfach zu klein war. Mit einer bewundernswerten Ruhe fuhr unser Busfahrer Alfred dann mehrere hundert Meter rückwärts wieder aus dem Tunnel heraus, bis ein gegenseitiges Passieren beider Busse möglich war. Um 18:45 erreichten wir dann wohlbehalten, müde und mit vielen schönen Eindrücken und von Sandrine vermitteltem Wissen unser Hotel. Geografie des Gardasees: Der Gardasee befindet sich 65 Meter über dem Meeresspiegel. Die Länge zwischen Riva und Peschiera beträgt 51,6 km die maximale Breite ist 17,2 km, der Umfang ist 115 km. Die Fläche beträgt 389,98 qkm. Die tiefste Stelle zwischen Muslone und Casteletto di Brenzone ist 346 m tief. Die durchschnittliche Tiefe ist 135 m.
Donnerstag, 02.06.2016
Verona war das heutige Tagesziel. Um 09:00 Uhr ging es wieder los. Auf der A22 fuhren wir, immer dem Etschtal entlang nach Verona. Die Fahrt führte uns durch eine sehr fruchtbare Gegend. Im Lagarinatal wird hauptsächlich Marzeminowein angebaut. Im Etschtal befindet sich die weltgrößte Kiwi-Produktion. Im Landwirtschaftsgebiet vor Verona werden hauptsächlich Valpolicella- und Bardolino-Trauben angebaut. Das Trentino und Südtirol produzieren etwa 16 % der Elektrizität Italiens. Gegen 10:45 erreichten wir Verona. Verona ist die Hauptstadt der Provinz Verona und eine der schönsten Städte Italiens mit den bekannten Opernfestspielen und dem berühmtesten Liebespaar der Welt – Romeo und Julia. Die Stadt gehört insbesondere wegen der fünf erhaltenen Ringmauern zum Weltkulturerbe. Nach einer Busrundfahrt durch die Stadt erreichten wir den neuen Busbahnhof beim Friedhof um 11:30 Uhr. Von dort aus ging es dann zu Fuß entlang der Ringmauer ins Zentrum zur Arena. Die Arena von Verona ist nach dem Kolosseum in Rom und dem Amphitheater in Capua das drittgrößte römische Amphitheater. Es beherrscht mit seinen gigantischen Ausmaßen von 140 m Länge und 110 m Breite von Norden her die Piazza Brà. Von der Arena aus führte uns dann Sandrine zur Piazza Erbe und zum Haus der Julia mit dem berühmten Balkon. Da heute der italienische Nationalfeiertag war drängten sich wahre Menschenmassen in den engen Gassen und um die Mittagszeit waren auf den riesigen Plätzen überall die Menschen am Essen und Trinken. Um 12:30 war dann die Stadtführung beendet und wir konnten bis 16:00 Uhr wieder Verona auf eigene Faust „erobern“. Pünktlich um 16:00 traten wir die Rückfahrt an.
Freitag, 03.06.2016
Um 09:00 Uhr bestiegen wir wieder den Bus. Nach kurzer Fahrt erreichten wir Arco. Die Stadt Arco war einst Luftkurort der Habsburger Monarchie. Das Wahrzeichen von Arco, das Castello, ragt weit sichtbar auf einem 130 m hohen Felsen empor. Arco ist heute das Zentrum für Freeclimbing. Unsere Reiseleiterin Sandrine legte den heutigen Schwerpunkt auf die Pflanzenwelt und zeigte uns viele Interessante Pflanzen. In der Altstadt konnten wir dann die Paläste der Grafen von Arco bewundern und die Fußgängerzone erkunden. Danach ging es mit dem Bus weiter über die „Felsenwüste“ über Padergone nach Pergolese zum Weingut der Familie Pisoni. In diesem Weinanbaugebiet wird vornehmlich die Nosiolatraube angebaut. Nach einer Besichtigung der Weinkeller lud uns Herr Pisoni zu einer Weinprobe ein. Er bot uns 4 Weine zum Probieren an: 1. San Siro Bianco 2015 2. Nosiola 2015 3. San Siro Rosso 2014 4. San Siro Rosso (barrique) 2013 Dazu gab es wunderbaren luftgetrockneten Schinken, Käse und Brot. Anschließend konnte noch der selbstgebrannte Grappa probiert werden. Nach Gelegenheit zum Einkauf, ging es um 13:45 Uhr am Tupolinosee vorbei wieder zurück ins Hotel nach Riva del Garda.
Samstag 04.06.2016
Der vorletzte Tag unserer Reise war wieder zur freien Verfügung.
Sonntag, 05.06.2016
Nachdem die Koffer im Bus verstaut waren und das obligatorische Gruppenfoto vor dem Hoteleingang im Kasten war, ging es um 09:30 auf die Rückreise. Bei Trient fuhren wir wieder auf die A22. Bei Sterzing verließen wir um 12:30 Uhr die Autobahn und machten einen ersten längeren Zwischenstopp um die Altstadt zu besuchen und zu Essen. Um 14:00 Uhr setzten wir dann unsere Heimreise über die alte Brennerstraße – Brennerpass – Brennerautobahn – Innsbruck – A12 – Kleiner Zwischenstopp – Fernpass – A7 fort. Gegen 17:30 kamen wir dann in Ulm an. Eine schöne und erlebnisreiche Reise ging zu Ende, bei der das Wetter auch besser mitgespielt hatte, als dies in den Prognosen vorhersehbar war.
Unser Dank gilt Angelika und ihrem Team für die gute Vorbereitung und Organisation in Zusammenarbeit mit dem Posterholungswerk und unserem Busfahrer Alfred, der uns ruhig und sicher gefahren hat und nicht zu vergessen Sandrine, die uns mit Leidenschaft und Herzblut die Schönheiten und Eigenarten ihrer Heimat rund um den Gardasee nähergebracht hat.

Wolfgang Maier

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